Schulprojekt

Eine Künstlerin macht Schule

Alexandra Orb leitete ein Kunstprojekt an der Johannesschule in Borken-Gemen

Applaus brandet im Flur der Johannesschule auf. Dann überreichen die 45 Schüler der Jahrgangsstufen 4, 5, 6 und 7 der Keramikgestalterin Alexandra Orb einen Blumenstrauß. Im Hintergrund hängt ein Keramikrelief aus 94 liebevoll gestalteten Tonplatten. Unter Anleitung der Künstlerin haben die Schüler das Bild im vergangenen Schulhalbjahr angefertigt. Jetzt sagen sie Danke.“Wir sind sehr froh, daß wir im Rahmen des Landesprogramms Kultur und Schule das Projekt durchführen konnten“, sagt der Schulleiter Michael Gedding. Seinen Anfang nahm das Projekt vor einem Jahr. „Eine Lehrerin der Schule fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, ein größeres Kunstprojekt an der Johannesschule zu übernehmen“, sagte die Keramikgestalterin, die zuvor schon eine Töpfer AG im Jugendhaus Borken und andere kleinere Projekte an anderen Schulen angeboten hat. „Trotzdem zögerte ich erst“, sagt Alexandra Orb. Viel Zeit zum Überlegen blieb ihr jedoch nicht. Heute ist sie froh darüber. Zunächst mußte die Schule einen Antrag beim Kreis Borken einreichen. Als dieser die Idee für gut befand, schlug der Kreis das Projekt bei dem Landesprogramm Kultur und Schule vor. Die entschieden sich schnell für einen Zuschuß von 2300 €. „Einen Anteil mußten wir selbst zahlen“, sagt der Schulleiter. Die Kosten beliefen sich auf rund 2800 €. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Schuljahrs ging es schließlich richtig los. Jeden Mittwoch beschäftigte sich jede der vier Jahrgangsstufen je eineinhalb Stunden mit dem Werkstoff Ton. Im Grunde habe ich den Schülern gezeigt, was alles dazu gehört, um solch einen Auftrag in die Tat umzusetzen. Das Thema „Freundschaft“ wählten die Siebtklässler aus. In Gruppen sammelten sie Ideen, und zeichneten ihre Entwürfe auf großformatige Plakate. Aus den Gruppen wurden einzelne Symbole zum Thema herausgenommen und auf einen endgültigen Entwurf übertragen. Nun wurden 94 Tonfliesen angefertigt ,aufmodelliert und zu einem gestalterischen Wandrelief zusammengefügt. Die dabei entstanden Ideen waren sehr originell. Fachleute hätten es nicht besser machen können. Die Viert- und Fünftklässler modellierten Freundschaftsherzen und die Sechstklässler Freundschaftsgesichter, die sich ansehen.Die Siebtklässler fertigten das große Mittelteil an.  Auf das Ergebnis können alle Schüler und die Künstlerin stolz sein.

Bericht aus der Borkener Zeitung vom 21.08.2014